Ganz klar: mit Flechtmöbeln für den Garten liegt man in dieser Saison voll im Trend. Die meist honigbraunen oder dunkelbraunen Möbel sind von keiner Möbelmesse mehr wegzudenken und auch Fachhändler berichten von einem wahren „Run“ auf Gartenmöbel aus Kunststoffgeflecht. Wenig verwunderlich, denn schließlich bringt dieses Material, das auch unter dem Oberbegriff Polyrattan bekannt ist, einige Vorteile mit sich. Dazu gehört unter anderem die Materialbeständigkeit unter Einwirkung verschiedenster Witterung, wie anhaltender Feuchtigkeit oder intensiver UV-Strahlung. Das Geflecht wurde  so konzipiert, dass Regen und Schmutz einfach von der Oberfläche abperlen, wodurch der Reinigungs- und Pflegeaufwand auf ein Minimum reduziert wird. Außerdem bleiben Form und Farbe auch über mehrere Sommer erhalten, was bei Gartenmöbeln aus Materialien wie Holz oder anderen Kunststoffarten oftmals nicht der Fall ist, da diese oft schon nach kürzester Zeit unschöne Verfärbungen ausweisen, die durch die Sonne hervorgerufen werden. Alle „Sonnenfetischisten“ werden überdies über die Tatsache erfreut sein, dass weder Schweiß, noch Sonnencreme diesen Möbeln etwas anhaben kann: wo also bei anderen Möbeln unschöne Flecken entstehen, wenn mal ein Tropfen Sonnencreme danebengeht, zeigen sich solche aus Kunststoffgeflecht äußerst resistent.

Gartenmuschel aus dem Geflecht Virofiber
Abbildung: Gartenmuschel aus dem Geflecht Virofiber

Leider sind viele Kunden immer wieder überrascht, wenn die neuen Gartenmöbel aus Polyrattan ganz anders reagieren, als oben beschrieben, und sich schon nach geraumer Zeit verfärben oder gar reißen. Sucht man hier nach dem Grund für „das Problem“, ist die Antwort meist schnell gefunden. Anstatt in  Markenprodukte zu investieren, fallen viele Kunden auf vermeintliche Internetschnäppchen herein. Schließlich waren diese doch aus dem „Alleskönner-Polyrattan“. Hier bleibt nur zu sagen, dass die Produktbezeichnung „Polyrattan“ oder „Kunststoffgeflecht“ kein hinreichender Garant für die Qualität der Möbel ist, von vielen Händlern aber benutzt wird, um billige Produkte „Made in China“ an den Mann zu bringen. Wer sich sicher sein will, dass die neuen Gartenmöbel auch tatsächlich durch Witterungs- und Materialbeständigkeit überzeugen, sollte hier in so genannte Markengeflecht investieren, zu denen beispielsweise: Rehau, Raucord, Hularo und Virofiber gehören. Die Möbel all dieser Hersteller werden zunächst einem objektiven Testverfahren unterzogen, bevor sie den Weg zum Fachhändler und zu den Kunden nach Hause finden. Getestet werden neben Reißfestigkeit und Allwettertauglichkeit, auch die Reaktion auf langzeitige UV-Strahlung und Nässe. Denn nur so können Hersteller und Händler nachher für die gleichbleibend gute Qualität dieser Gartenmöbel garantieren. Doch gerade wegen der aufwändigen Prüfverfahren und der eindeutig höheren Produktqualität sind „Markengeflechte“ meist um ein vielfaches teurer, als die „No-Name Geflechte“. Der Preisunterschied, der je nach Modell und Größe, manchmal mehrere hundert Euro bedeuten kann, schreckt viele Kunden zunächst ab. Dennoch gibt es mittlerweile auch gute „No-Name Geflechte“, die dem Anspruch eines normalen Gartenbesitzers meist völlig genügen. Diese Möbel sind zwar ebenfalls UV- und Witterungsbeständig, werden aber nicht über Jahre oder gar Jahrzehnte, wie es bei den Markengeflechten der Fall ist, halten. Doch werden die „No-Name Produkte“ gut gepflegt und im Herbst und Winter beispielsweise im Keller gelagert, wird man auch an ihnen für einige Sommer seine Freude haben. Wer aber eine Garantie für wirklich langlebige und unverwüstliche Gartenmöbel haben will, wird an einem höheren Preis nicht vorbei kommen, der sich aber „meist schon nach einigen Jahren bezahlt macht.